Sung-Hyung Cho

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29.12.15

Trostfrauen

 

Sie finden keinen Trost in Japans Entschuldigung.

Abe entschuldigt sich für die Gräueltaten in den japanischen Kriegsbordellen, wo 200.000 junge Frauen täglich misshandelt und vergewaltigt wurden. 
Mensch, dass ich das noch in meinen Lebzeiten erlebe! 

Diese Geschichte der Zwangsprostitution soll mit ein paar Sätzen und 7,6 Mill. € (38 € pro Opfer-Frau) "endgültig und unwiderruflich" erledigt sein. 
Wie kann man solch ein Verbrechen als endgültig und unwiderruflich geregelt erklären? Die Politiker haben die Frauen in Südkorea, geschweige in Nordkorea und auch in anderen Ländern wie China, Philippinen, Indonesien, Taiwan diesbezüglich nicht gefragt. 

Es klingt ungefähr so: ein deutscher Kanzler macht als Performance einen Kniefall in Polen und entschuldigt sich für die Naziverbrechen und zahlt Reparationen über Millionen. Damit erkläre er, dass die Naziverbrechen "endgültig und unwiderruflich" geregelt sind. Is das nicht komisch?

Obendrein sagte Abe seinem Volk zu seiner Entschuldigung: "Wir können nicht zulassen, dass unsere Kinder und Kindeskinder die Last tragen müssen, sich ständig weiter zu entschuldigen." Hey, Abe, ihr habt zum ersten Mal und ein einziges Mal die Verbrechen anerkannt und euch dafür entschuldigt! 

Die südkoreanische Präsidentin, dieTochter des Entwicklungsdiktators Park Chung-hee, der wiederum während der japanischen Besatzung als japanischer Offizier ein Kollaborateur war, hat längst angefangen, freiwillig die japanische Kolonialzeit positiv im Geschichtsbuch aufzuhübschen.  
Jedes Land und jede Nation verdient ihr eigenes Staatsoberhaupt. Und ich schäme mich zutiefst für mein Volk, das diese Präsidentin an die Macht gebracht hat. 

Ein Superbeitrag zu dem Thema auf dem ZDF. Danke an ZDF Heute!


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